Das Herz kann gar nicht laut genug schlagen

Das Herz kann gar nicht laut genug schlagen

Das Herz kann gar nicht laut genug schlagen vor Freude. Wofür bin ich da? Weshalb bin ich hier? Wer bin ich? Die Antworten waren bei mir lange Zeit vergraben und verschüttet. Warum ist das so, warum stellen wir uns zurück? Weshalb trauen wir uns nicht, aus vollem Herzen zu leben? Weil … es Pflichten gibt? Und, weil wir denken, es reicht nicht aus, was wir können? Oder das, was wir können ist Pillepalle? Braucht keiner, ist nicht wichtig, gibt es schon zu viel … ach, die Liste könnte ich hier endlos fortführen.

Millionen von Gründen, die sich aufreihen und …

Gründe mit denen wir uns kleinschreiben, uns deshalb in den Einheitsbrei begeben und nicht auf unsere Großschreibung achten. Soviel wundervolles, brillantes, phänomenales Potential, das wir einfach so in die Tonne werfen. Hinein damit.

Wir leben es lieber uni.

Leben uns im „bloß nicht auffallen“ „lieber schön mitmachen“ „ bleib mal bei dem, was du hast“ „wo denkst du hin“ … Modus. Oder aber, wir werfen es in die Tonnen, weil es eben nicht auf der aufgestellten Liste der gefragten Talente steht. So ein Bullshit.

Dabei geht es immer nur um die aufgestellten Anforderungen, die es zu meistern gilt und nicht das eigentliche Können jedes Einzelnen.

Die kleinen frischen Pflänzchen, die gerade mutig ihr Köpfchen aus der Erde rausstrecken, werden schon gleich am Anfang, munter flockig kaputt getreten. Ein Horde von „Pflichtbewussten“ galoppiert einfach über all die hervorragenden Talente hinweg.

Nur ein Weg ist begehbar, andere Wege sind vollkommen ausgeschlossen
und unmöglich.

Andere Wege sind unter keinen Umständen zulässig. Ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie das bereits bei Kleinigkeiten sein kann. In der Schule im Kochunterricht hielt ich, auf Grund einer Behinderung an der Hand, das Messer beim Schneiden nicht so, wie es vorgegeben war. Zugegeben es sah nicht elegant aus. Das Ergebnis, zu dem ich kam, war jedoch exakt das Gleiche, wie das meiner Klassenkameradin. Meine Lehrerin jedoch, hielt nur an dem einen möglichen Weg und somit an einer einzig möglichen Handhabung fest. Sie fand, es sehe ungeschickt aus und entspräche nicht den Anforderungen. So bekam ich einen Notenabzug und zur Krönung wurde es auch noch beim Elternsprechtag ausführlich erörtert.

Das alles, obwohl ich das gleiche Ergebnis erbrachte!

Und trotz, und das finde ich sehr erstaunlich, meiner Behinderung. Kein Erbarmen. Die Anforderungen sind exakt und explizit einzuhalten. Nur diesen einen erbarmungslosen Weg kannst du gehen. Erfüllst du ihn nicht … tja, das tut mir leid. Das geht so nicht.
Das ist ein kleines winziges banales Beispiel, aber es zeigt so gut auf, wie verbohrt wir den Vorgaben nach hetzen. Ja, wie bescheuert und akribisch wir uns bemühen, Talente und Potentiale auszusortieren.

Unglaublich was hätte sich, um an diesem Beispiel zu bleiben,
alles daraus entwickeln können:

Ich hätte einen Weg finden können, wie man noch schneller, sicherer schneiden kann, ich hätte Menschen mit Behinderung zeigen können, wie sie sich trotz Behinderung in der Küche helfen können, ich hätte ein Werkzeug für Menschen mit Behinderung entwickeln können oder aber ich hätte meine Freude am Kochen nicht verloren und wäre heute Kochkönigin, Kaiserin … unfassbare viele Möglichkeiten.
Ja, bis zu diesem Zeitpunkt war ich mit Freude dabei, habe mich normal empfunden, dazu gehörig… Ich hatte Spaß und ich war fröhlich. Das Einzige, was nicht passte, war die Haltung des Messers.
Das Herz kann gar nicht laut genug schlagen vor Freude.

Ist das nicht irrsinnig.

Ein buntes Treiben an Möglichkeiten, Begabungen und zauberhaften Potential. Und was machen wir damit? Was machst du oder was mach ich? Was lassen wir uns einreden?
Begabungen, Talente, Erfahrungen … alle diese abgedunkelte, versteckte Einzigartigkeit. Wie viele Millionen von Menschen gehen genau diesen Weg. Sie lernen ihre Einzigartigkeit entweder nie kennen oder aber, sie haben nie den Mut sie auszuleben.

Potential, das so nie zur Entfaltung kommt und das jede und jeder schlummernd in sich trägt. All das, es gehört hinaus in die Welt. Dein Herz, Liebes, sollte laut und wild vor Freude schlagen. Es sollte Purzelbäume schlagen und in die Luft springen vor lauter Glück. Du bist du und ich bin ich, weil wir einzigartig und damit wertvoll sind. Entfalte deine Flügel, breite sie aus … lebe dich in all deinen wundervollen Farben. Bring deinen Stern zum Leuchten
LouLou.

Wie kann ich meine Einzigartigkeiten leben?

Was macht dir Spaß, wobei vergisst du die Zeit?
Was geht dir leicht von der Hand? Wobei blühst du auf?
Wofür wirst du oft gelobt?
Wobei fragen mich häufig andere nach Hilfe?
Was zeichnet dich aus? Was sagen andere über dich?
Was würdest du machen, wenn Geld keine Rolle spielt?

Folger deinen Sehnsüchten – deine Träume dürfen sein.
Tue was dich glücklich macht und was dir Freude bereitet. Und das so oft es geht.

Ich bin so, wie ich bin genau richtig.

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