Jeder Mensch hat seine eigene Geschichte

Jeder Mensch hat seine eigene Geschichte

Das Buch meines Lebens schreibe ich selbst. Jeder Mensch hat seine eigene Geschichte. Eine Geschichte, die ihn geprägt, geformt und ihn zu dem Menschen gemacht hat, der er heute ist.

In der Vergangenheit haben viele Menschen
an meiner Geschichte mitgeschrieben.

Einige Kapitel haben sie alleine geschrieben, bei anderen haben wir zusammen geschrieben und bei wiederum anderen war ich es ganz allein. Die Vorgaben und Details kamen in unterschiedlicher Weise an. Mal war es fordernd, regelnd, kontrollierend … oder erklärend, beschreibend und ab und an bittend. Oftmals wussten Leute mehr über mich, als ich selber. Ein anderes mal erahnten oder vermuteten sie mich, denn sie konnten mich nicht erkennen, weil ich mich versteckt hatte.

Sie erzählten Märchen, Romane, Satiren, Gruselgeschichten, Fabeln… meistens jedoch Short Storys.

Einiges davon stimmte, vieles war erdacht, geglaubt, gesponnen … oder einfach nur pure Fakten aufgelistet. Einige Male war es auch erhofft, zusammen gepuzzelt, angedichtet, beobachtet, erfunden …
Manchmal war es lustig, ein anderes Mal, sehr ernst oder traurig, unverschämt, unerschöpflich oder aber nur schlicht und sachlich…

Ich kam mal gut dabei weg und häufiger auch weniger nett.

Viele Kapitel habe ich, einfach so, aus den unterschiedlichsten Gründen, von anderen schreiben lassen. Der Antrieb dabei war Akzeptanz, Geborgenheit, Angst, Harmonie, Schutz, Liebe, Sicherheit, Anerkennung …
es waren die verschiedensten Anlässe, die mich dazu trieben.

Irgendwann habe ich angefangen, in meinem Buch zu lesen.

Uhi, was war da so alles im Laufe der Zeit reingeschrieben worden. Manches war unglaublich, unfassbar, außergewöhnlich, prägnant …
Gefiel mir die Geschichte? Meine Geschichte? Einiges ja, wieder anders naja, manches nein.

Ich habe den Marker genommen.

Ja, ich habe angemarkert, notiert, Korrektur gelesen und sie postwendend an das Lektorat gesendet. An vielen war ein Postit angeheftet „so nicht“ oder „auf gar keinen Fall“ „nie wieder“ „das geht auch anders“ …
Ja, ich schreibe meine Geschichte. Oh nein, nicht neu, nur ab jetzt selber.

Ich mache mich glücklich. Ich mache mich fröhlich. Ich schreibe sie wild, frech oder auch mal ruhig und sanft. Oft allerdings kunterbunt. Und nie wieder, lasse ich sie von jemanden anderen schreiben.
Liebes, es ist dein Leben. Es ist deine Geschichte. In deinem tiefsten Inneren ist sie verborgen und will hinaus. Sie will frei sein. Fliegen! Bring dein Licht in die Welt. Lass deinen Stern hell leuchten. Du bist wundervoll, zeig dich.
LouLou.

Was mir aufgefallen ist:

– Es gibt immer Eine/Einen, die/der es besser macht.

– Menschen bemerken es sehr häufig gar nicht, was ich tue. Sie sind viel zu beschäftigt mit sich selber.

– Es ist immer meine Zeit. Meine Lebenszeit.

– Egal was ich tue, es gibt immer jemanden, dem es nicht gefällt, der es nicht gut findet,
der etwas zu nörgeln hat.

– Und ich bin wichtig. Und es ist unglaublich wichtig, dass ich an mich denke und auf mich achte.

Was hilft mir meine Geschichte zu schreiben?

– Sei es dir wert. Sei achtsam mit dir. Achte darauf, was machst du und was tust du
gerne und was nur, weil du meinst das du es tun musst?

– Wenn Gedanken kommen, erinnere dich daran:
dem Anderen geht es oft genauso. Er kennt auch diese Gefühle.

– Viele Köche verderben den Brei. Jeden, den du fragst, hat seine eigene Gedanken und Geschichten dazu.

– Die Stille kann dir helfen, dein Herz zu hören.

– Was die Menge sagt, ist nicht immer das, was richtig sein muss. Viele Menschen geben ihre Verantwortung ab und trampeln ziellos und planlos hintereinander.

– Vertrau dir. Manchmal gibt es Wegstrecken, auf denen weniger los ist.
Und neue Wege wollen entdeckt werden.

– Nimm es nicht persönlich. Durch dich kann ich mich sehen. Häufig bist du nur der Spiegel für deinen Gegenüber. Er meint nicht dich, sondern ist selber mit etwas unzufrieden, nicht im Reinen

… du musst erst über etwas nachdenken, wenn du direkt darauf angesprochen wirst.
Mach dir deine eigenen Gedanken. Die Gedanken der anderen kannst du nicht steuern.

Ich anerkenne das wunderbare und großartige Potential in mir.
Ich vertraue mir und lebe mich.

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